Statuten

  1. Name, Sitz und Zweck
  2. Mitgliedschaft
  3. Organisation
  4. Obliegenheiten des Vorstands
  5. Besondere Bestimmungen
  6. Finanzielles
  7. Schlussbestimmungen

1. Name, Sitz und Zweck

Unter dem Namen Schützengesellschaft Oeschgen besteht gemäss Art. 60 ff ZGB, ein Verein mit Sitz in Oeschgen.

Der Verein bezweckt die Förderung der Schiessausbildung ausser Dienst, die Hebung der Wehrkraft unseres Landes, sowie die Pflege der Kameradschaft. Der Verein ist Mitglied des Oberfricktalischen Schützenverbandes, des Bezirksschützenverbandes Laufenburg, der Aargauischen Kantonalschützengesellschaft und des Schweizerischen Schützenvereins SSV.

2. Mitgliedschaft

Der Verein besteht aus Aktiv-, Frei-, und Ehrenmitgliedern. Mitglied kann jede Schweizerin und jeder Schweizer werden, welche im laufenden Jahr das 17. Altersjahr vollendet.

Die Aufnahme erfolgt durch das Schiessen des Obligatorisch oder des Feldschiessens. Bei Nicht-Schiessenden erfolgt die Aufnahme durch den Vorstand. Über die Aufnahme von Ausländern entscheidet die kantonale Militärbehörde. Einem Schiesspflichtigen darf die Aufnahme nur verweigert werden, wenn berechtigte, von der kantonalen Militärbehörde anerkannte Gründe vorliegen. Gegen die Abweisung eines Schiesspflichtigen kann innert 30 Tagen bei der Kantonalen Militärbehörde Einsprache erhoben werden.

Die Mitgliedschaft erlischt:

  • Nichtbezahlen des Beitrages (bzw. Nicht-Absolvieren des OP / FS bei unserem Verein).
  • Austritt
  • Tod
  • Ausschluss

Ausgetretene werden, in der Regel, bei einem Wiedereintritt als neue Mitglieder behandelt. Über allfällige Ausnahmen entscheidet der Vorstand.

Mitglieder, welche sich den Statuten, Vereinsbeschlüssen oder den im Interesse des Schiessbetriebes erfolgten Anordnungen widersetzen, können auf Antrag des Vorstandes durch die Generalversammlung aus dem Verein ausgeschlossen werden. Der Ausschluss ist dem Betroffenen schriftlich mitzuteilen. Dem ausgeschlossenen Schiesspflichtigen steht innerhalb von 30 Tagen das Rekursrecht an die kantonale Militärbehörde zu. Der Ausschluss wird erst nach Ablauf der Rekursfrist, bei Weiterzug erst mit dem Entscheid der kantonalen Militärbehörde rechtskräftig.

Ausgetretene oder ausgeschlossene Mitglieder verlieren jeden Anspruch auf das Vereinsvermögen. Dagegen bleiben sie nach Massgabe der Zeit ihrer Mitgliedschaft für ihre Verbindlichkeiten haftbar.

Freimitglieder:
Mitglieder, welche 10 Jahre im Vorstand mitgewirkt haben, können von der Generalversammlung zu Freimitgliedern ernannt werden. Freimitglieder sind von der Zahlung eines Jahresbeitrages befreit.

Ehrenmitglieder:
Mitglieder, welche 25 Jahre aktiv die Jahresmeisterschaft geschossen haben, können von der Generalversammlung zu Ehrenmitgliedern ernannt werden. Freimitglieder können durch die Generalversammlung vorzeitig zu Ehrenmitgliedern ernannt werden. Die Ehrenmitglieder erhalten eine Urkunde und sind von der Beitragsleistung befreit.

Ehrenpräsident:
Präsidenten, welche sich besonders auszeichnen, könne von der Generalversammlung zu Ehrenpräsidenten ernannt werden. Der Ehrenpräsident erhält ebenfalls eine Urkunde und ist von der Beitragspflicht befreit. Ausserdem hat er das Recht den Vorstandsitzungen beizuwohnen (Ohne Stimmrecht).

3. Organisation

Die Organe der Gesellschaft sind:

  1. Generalversammlung
  2. Vereinsversammlung
  3. Vorstand
  4. Rechnungsrevisoren

Die Generalversammlung ist das oberste Organ des Vereins. Sie tritt ordentlicherweise im ersten Quartal des Jahres zusammen. Ausserordentliche Generalversammlungen können einberufen werden:

  1. durch den Vorstand
  2. auf Begehren eines Fünftels der Vereinsmitglieder.

Die Generalversammlung erledigt folgende Geschäfte:

  1. Begrüssung und Appell
  2. Wahl der Stimmenzähler
  3. Abnahme des Protokolls der letzten Generalversammlung
  4. Entgegennahme der Jahresberichte
    1. des Präsidenten
    2. des Kassiers
    3. der Rechnungsrevisoren
  5. Festsetzen des Jahresbeitrages
  6. Festsetzen der Vorstandsentschädigung und der Ausgabenkompetenz
  7. Wahlen (alle drei Jahre)
    1. des Präsidenten
    2. des übrigen Vorstandes
    3. der Rechnungsrevisoren
    4. des Fähnrichs
  8. Festsetzen des Jahresprogramms
  9. Beschlussfassung über Anträge und Reglemente im Rahmen der Statuten
  10. Statutenrevision
  11. Behandlung der Schiessvorschriften des EMD
  12. Vereinsinterne Wettkämpfe
  13. Ehrungen
  14. Verschiedenes

Wahlen und Beschlüsse werden durch das absolute Mehr der anwesenden Mitglieder mit offenem Handmehr gefasst, es sei denn, ein Fünftel der anwesenden Stimmberechtigten verlangt eine geheime Wahl oder Abstimmung (Absolutes Mehr = die Hälfte der anwesenden Mitglieder + 1 Stimme)

Zur Besorgung und Leitung der Vereinsgeschäfte wählt die Generalversammlung auf die Dauer von drei Jahren einen Vorstand. Er besteht aus mindestens 7 bis höchstens 9 Mitgliedern.

Der Präsident, wird einzeln gewählt. Im übrigen konstituiert sich der Vorstand selbst.

  1. Präsident
  2. Vice-Präsident
  3. Kassier
  4. Aktuar / Sekretär
  5. 1. Schützenmeister
  6. Munitionsverwalter
  7. Jungschützenleiter
  8. nach Bedarf
  9. nach Bedarf

4. Obliegenheiten des Vorstandes

Der Präsident versammelt den Vorstand, so oft es die Geschäfte erfordern. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn zwei Drittel seiner Mitglieder anwesend sind. Jedes einzelne Vorstandsmitglied ist dem Verein gegenüber für alles ihm anvertraute Gut verantwortlich und haftbar.

Der Vorstand hat folgende Rechte und Pflichten:

  1. Vertretung der Gesellschaft nach aussen.
  2. Verwaltung des Vereinsvermögens (inkl. Munition und deren Aufbewahrung)
  3. Aufnahme neuer Mitglieder (nicht OP / FS- Schiessend)
  4. Handhabung der Statuten und Anträge an die Versammlung
  5. Festlegung des jährlichen Schiessprogramms (inkl. Schiesstage)
  6. Wahl der Delegierten
  7. Übernahme der Verantwortung des Schiessbetriebs und des Schiesswesens ausser Dienst.
  8. Beschlussfassung in allen Angelegenheiten, die nicht ausdrücklich der GV unterliegen.
  9. Leitung des Geschäftganges. Die Ausgabenkompetenz wird von der Generalversammlung festgelegt.

Die Vorstandsmitglieder haben folgende Pflichten und Rechte:

  1. Der Präsident vertritt den Verein nach aussen. Er leitet die Versammlungen sowie die Vorstandssitzung. Der ordentlichen Generalversammlung erstattet er Bericht über die laufenden Geschäfte.
    Mit dem Aktuar oder mit dem Kassier zusammen führt er rechtsverbindliche Unterschrift.
  2. Der Vicepräsident vertritt den Präsidenten im Verhinderungsfalle.
  3. Der Kassier besorgt das gesamte Rechnungswesen und den Einzug der Mitgliederbeiträge. Er legt der Generalversammlung die Jahresrechnung vor. Er bezahlt alle Rechnungen nach vorgängigem Visum durch den Präsidenten.
  4. Der Aktuar führt die Protokolle der Versammlungen. Er besorgt die Korrespondenz, die Führung des Mitgliederverzeichnisses und verfasst den Schiessbericht. Ferner ist er für die sorgfältige Führung der Standblätter sowie der Schiessresultate ins Schiessbüchlein und deren Weiterleitung an den Sektionschef verantwortlich.
  5. Der 1. Schützenmeister hat die Oberaufsicht über den ganzen Schiessbetrieb. Er leitet die oblig. Und freiwilligen Schiessübungen, ist verantwortlich für einen geordneten Schiessbetrieb und überwacht die Standblattführung. Er ist auch für die rechtzeitige Publikation der Schiessanlässe verantwortlich.
  6. Der Munitionsverwalter besorgt die Verteilung bzw. den Verkauf der Munition, sowie den Rückschub des Verpackungsmaterials.
  7. Der Jungschützenleiter ist verantwortlich für die Durchführung des Jungschützenkurses gemäss den Vorschriften des Schiesswesens ausser Dienst.
  8. Für besondere Aufgaben können max. 2 Mitglieder zusätzlich in den Vorstand gewählt werden.

Die Vorstandsmitglieder sind gegenseitig zur Stellvertretung verpflichtet. Sie sind vom Jahresbeitrag befreit.

Die beiden Rechnungsrevisoren sind verpflichtet, nach Ablauf des Rechnungsjahres die Rechnung zu prüfen und Bestandeskontrollen (Kassenbestände und Munitionsvorräte) durchzuführen. Über ihre Prüfungen und ihre Feststellungen haben sie der Generalversammlung schriftlich Bericht zu erstatten und Antrag zu stellen. Sie sind befugt, jederzeit Einsicht in die Bücher des Vereins zu nehmen und gegebenenfalls eine ausserordentliche Generalversammlung zu verlangen.

Der Fähnrich ist für die richtige Aufbewahrung des Vereinsbanners im Fahnenkasten verantwortlich. Er ist dafür besorgt, dass die Fahne an allen wichtigen Anlässen (Freud oder Leid) präsent ist.

5. Besondere Bestimmungen

Für die Erfüllung der Schiesspflicht sind die jeweils gültigen Bestimmungen und Verordnungen über das Schiesswesen ausser Dienst massgebend. Nachlässiges Handhaben der Waffe ist verboten. Ziel. Und Anschlagübungen, Laden und Entladen sind ausschliesslich auf dem Schützenläger in Richtung Scheibenstand gestattet.

Bei Zuwiderhandlung haftet jeder Schütze für allfällige Schäden.

Wissentlich falsche Eintragungen auf dem Standblatt, im Schiessbüchlein oder im Schiessbericht werden gerichtlich verfolgt.

Das Standblatt wird nur gegen Bezahlung des Jahresbeitrages und gegen Abgabe des Dienst- und Schiessbüchleins ausgehändigt.

Im Schiessstand haben alle Personen einen Gehörschutz zu tragen. Diese werden vom Verein zur Verfügung gestellt.

6. Finanzielles

Die finanziellen Mittel werden gebildet aus:

  1. Mitgliederbeiträge
  2. Bundesbeiträge
  3. Etrag aus Vereinsvermögen
  4. Sonstige Einnahmen

Der Jahrwesbeitrag wird den Vorschriften des Bundes angepasst.

Die, die laufenden Ausgaben übersteigenden Mittel werden sicher und gut verzinslich angelegt.

Gruppendoppel / Sektionsdoppel werden zulasten der Vereinskasse bezahlt. Allfällige Barauszahlungen, sowie Gruppenpreise, werden an die beteiligten Schützen verteilt. Sektionsgaben gehören dem Verein.

Jungschützen, welche am Bezirksverbandsschiessen und / oder am Oberfricktalischen Verbandsschiessen teilnehmen erhalten das Doppelgeld zulasten der Verinskasse zurückerstattet.

Bei Besuch eines Eidgenössischen oder Kantonalen Schützenfestes werden die von der Versammlung beschlossenen Beiträge den Schützen nur zulasten der Vereinskasse zurückerstattet, wenn diese mindestens 70% der Jahresmeisterschaft absolviert haben (Streichresultate werden nicht gewertet). Die Verechnung erfolgt anlässlich des Endschiessens. Über Ausnahmen entscheidet der Vorstand.

7. Schlussbestimmungen

Als Vereinsjahr gilt das Kalenderjahr.

Statutenänderungen können an der ordentlichen Generalversammlung beschlossen werden, wenn zwei Drittel der anwesenden Stimmberechtigten dafür stimmen.

Die Auflösung des Vereins erfolgt, wenn der Bestand der „schiessenden“ Mitglieder unter 15 gesunken ist, oder auf Beschluss von drei Vierteln der an der Generalversammlung anwesenden Stimmberechtigten. Wird die Auflösung beschlossen, so ist sämtliches, nach der Regulierung aller Vereinsverbindlichkeiten übrig gebliebene Vermögen dem Gemeinderat zuhanden eines später sich bildenden Vereins, mit gleichem Zweck, zur Aufbewahrung zu übergeben.

Für sämtliche Verbindlichkeiten des Vereins haftet nur das Vereinsvermögen. Wertgegenstände wie Fahnen, Becher etc. dürfen weder veräussert noch verpfändet werden.

Vorstehende Statuten sind an der Generalversammlung vom 5. März 1993 beschlossen worden und treten nach Genehmigung durch die Kantonale Militärdirektion in Kraft.

Die bisherigen Statuten vom 14. August 1964, die Statutenänderung vom 1. März 1985, sowie hierauf bezügliche Protokollbeschlüsse werden damit als ungültig erklärt.

5263 Oeschgen, 5. März 1993